Mein No-Buy Jahr – #2 Regeln und wie so ein Jahr genau funktioniert

Ich mache 2019 zu einem No-Buy Jahr. Ein Jahr lang nichts neues kaufen. Auf meinem Blog nehme ich euch mit auf meiner Reise. Im zweiten Teil erkläre ich euch meine No-Buy Jahr Regeln und den Unterschied zwischen einem No-Spend Jahr, einem No-Buy Jahr und einem Budget-Jahr. No Buy Jahr, Nobuy Jahr, Nobuyjahr, No-Buy Year, Kauf Nix Jahr, Kauf-Nix-Jahr.

Schon ist sie wieder vorbei die Woche und auch das Wochenende. Ich schlage mich weiter wacker und wollte euch heute gerne von meinen No-Buy Jahr Regeln berichten. Warum ich ein No-Buy-Jahr mache, habe ich euch ja schon in meinem letzten Beitrag erzählt. Heute soll es vielmehr darum gehen, wie meine Regeln für das Jahr 2019 aussehen, denn danach wurde ich bis jetzt am meisten gefragt.

Aber zunächst möchte ich euch kurz erklären was denn ein No-Buy Jahr ist und welche Unterschiede es zum No-Spend oder Budget Jahr gibt. Ein No-Buy liegt nämlich genau in der Mitte.

Das No-Spend Jahr und wie es funktioniert

Natürlich gibt es für jeglich Form dieser Jahre keine 100%-ige Definition, aber ich habe mich zwischen den Jahren viel mit dem Thema beschäftigt und versuche euch die Unterschiede so gut wie möglich wieder zu geben und zusammen zu fassen.

Das No-Spend Jahr (entschuldigt, aber so einen wirklich guten deutscher Begriff habe ich für keines der drei Jahre gefunden) ist die wohl extremste Form, ein Jahr lang mit seinem Geld zu wirtschaften und wirklich rein gar nichts zu kaufen. Lebenserhaltende Ausgaben wie Miete, Strom, Wasser und Lebensmittel, schließen die meisten aus. Viel mehr aber auch nicht. Keine Ausgaben für Transport, es wird Rad gefahren oder gelaufen, keine Freizeitaktivitäten die Geld kosten, kein Urlaub und keine Ausgaben für Dinge. Klamotten werden getragen, bis sie löchrig sind. Auch wenn Lebensmittel eine Ausnahme bilden, wird nicht auswärts gegessen und ein Kaffee2Go ist ebenso nicht drin. Ausnahmen gibt es kaum, außer dass einige Eltern monatlich ihren Kindern eine Sache “gönnen”.

Wie ihr seht, ist solch ein No-Spend Jahr sehr an Verzicht geknüpft und für mich persönlich nicht zielführend. Ich möchte in bestimmten Bereichen, die ich identifiziert haben, keine neuen und sinnlosen Anschaffungen mehr machen und mehr mit dem “arbeiten” was ich bereits besitze.

Das Budget-Jahr und wie es funktioniert

Eine andere Möglichkeit wäre natürlich ein Jahr lang ganz konsequent nach einem vorgegebenen Budget zu leben, ein Budget-Jahr machen. Anfang des Jahres schaut man sich seine Fixkosten an und was theoretisch im Monat an Geld zur freien Verfügung “übrig” wäre. Man legt sich dann für jede erdenkliche Kategorie wie zum Beispiel: Lebensmittel, Freizeitaktivitäten, Kosmetik, Klamotten usw. eine feste Summe XY fest. Diese darf pro Monat nicht überschritten werden, ist aber sparbar. Sprich, wenn ich in einem Monat 0,- Euro für Kosmetik ausgebe, habe ich im kommenden Monat die doppelte meiner monatlichen Summe für Kosmetik zur Verfügung.

Und auch wenn das Budget-Jahr einen fancy Namen hat, ist ein solcher Umgang mit seinem Geld sicherlich die Regel und Oma und Opa haben es nie anders gemacht. Für mich lässt diese Form des haushalten und sparen, jedoch gerade noch zu viele Möglichkeiten offen und zwingt mich weiterhin nicht, mich erst einmal mit schon vorhandenen Dingen zu beschäftigen. Denn es gäbe ja immer die Möglichkeit, etwas neues hier, etwas neues da, zu kaufen.

Das No-Buy Jahr und wie es funktioniert

Komme ich also zur letzten Möglichkeit, dem No-Buy Jahr. In einem No Buy Jahr legt man zu Beginn des Jahres feste Regeln fest. Und ja man legt diese Regeln selber fest, muss sich dann aber 12 Monate fest daran halten. In den meisten Fällen, beziehen sich die No-Buy Jahr Regeln auf bestimmte Kategorien, bei denen man sein Kaufverhalten drastisch ändern möchte. Es gibt also auch Kategorien, in denen man ganz normal und nicht limitiert Geld ausgeben kann. Dies sind normalerweise aber Kategorien, in denen man schon immer eher bewusst einkauft und nicht Spontankäufen verfällt.

Ich habe mir wirklich lange den Kopf über meine No-Buy Jahr Regeln zerbrochen, denn ich möchte das Jahr unbedingt durchhalten. Dafür durften die Regeln meiner Meinung nach nicht zu eng aber auch nicht zu locker gemacht sein. Am Ende habe ich glaube ich für mich gut einzuhaltende Regeln festgelegt, die ich natürlich gerne mit euch teilen möchte.

Meine No-Buy Jahr Regeln

In meinem ersten Beitrag hatte ich euch schon erzählt, wie ich herausgefunden habe, für was ich am meisten in 2018 “sinnlos” Geld ausgegeben habe und genau dort soll in diesem Jahr nun Schluss mit all dem Überfluss sein. Für folgende fünf Produktkategorien und jeweils deren Unterkategorie gelten also nun meine No-Buy Jahr Regeln:

  • (dekorative) Kosmetik inkl. Nagel-Produkte
  • Pflegeprodukte (Haut-, Körper-, Haarpflege)
  • Anziehsachen inkl. Schuhe, Schals/Tücher
  • Accessoires (Schmuck, Taschen und Sonstiges)
  • Dekorationsartikel für die Wohnung, inkl. Kerzen

In all den fünf Kategorien gilt (Beispiele folgen):

  • Ich darf erst etwas neu kaufen, wenn alle Produkte dieser Kategorie und Unterkategorie alle sind.
  • Ich darf erst etwas neu kaufen, wenn alle Produkte kaputt sind oder absolut nicht mehr passen.
  • Ich darf Geschenke für andere aus diesen Kategorien kaufen.
  • Ich darf Geschenke aus diesen Kategorien bekommen.

Für folgende Kategorien gelten meine No-Buy Jahr Regeln beispielsweise nicht:

  • Lebensmittel und auswärts Essen
  • Ausgaben für mein Auto inkl. Benzin
  • Bücher und Hörspiele
  • Brett- und Computerspiele
  • Technik und Foto Equipment
  • Tools und Programme die ich für den Blog benötige
  • Garten- und Balkon Equipment sowie Pflanzen
  • Tools und Material für unsere Wohnungsrenovierung im Frühjahr
  • Freizeitaktivitäten und Urlaub

Ausnahmen oder weiche Regeln:

  • Geschenkgutscheine gelten nicht als “Geld” und können frei eingesetzt werden.
  • Eingenommenes Geld aus Verkäufen auf dem Flohmarkt, Ebay oder Kleiderkreisel kann frei eingesetzt werden.
  • Ein Produkt meiner Wahl kann ich pro Monat kaufen, aber nur unter folgender Bedingung: Ich muss es auf eine Wunschliste mit Datum notieren. Wenn ich dieses Produkt 30 Tage später immer noch möchte, darf ich es kaufen, solange es den Wert von 50€ nicht übersteigt. Geschenkgutscheine oder Geld aus Verkäufen kann hinzu addiert werden.
  • Für meine kreativen Hobbies (z.B. Basteln und Nähen) kann ich maximal 50€ im Monat ausgeben. Das Limit kann angespart werden.
  • Basic Kleidung wie Unterwäsche, Strümpfe, Leggings und Unterhemden kann ich maximal 20€ im Monat ausgeben. Das Limit kann angespart werden.
  • Pflanztöpfe und Übertöpfe darf ich nur kaufen, wenn ich absolut keinen passenden Topf in der benötigten Größe habe. Ich darf dafür maximal 20€ im Monat ausgeben. Das Limit kann angespart werden.
  • Ein Produkt, dass zu alt oder abgelaufen/gekippt ist, muss bspw. auf der Haut nicht mehr benutzt werden, sollte es das letzte sein, welches sich noch im Haushalt befindet. Ich darf es wegwerfen und einen Ersatz kaufen.
  • Ein Friseurbesuch einmal im halben Jahr ist möglich.
  • Ein Brow-Bar Besuch alle 3 Monate ist möglich.

Beispiele für meine No-Buy Jahr Regeln

Wer sich meine No-Buy Jahr Regeln nun immer noch schwer vorstellen kann, ich habe ein paar Beispiele für euch. Ich darf mir keine neuen Schuhe kaufen, solange nicht jedes Paar Schuhe, welches ich noch zuhause habe kaputt ist. Dabei unterscheide ich jedoch in Sommer, Winter, Frühling/Herbst Schuhe. Ich darf mir keine neue Bluse oder Kleid kaufen, solange nicht jede Bluse oder Kleid egal in welcher Farbe kaputt ist oder überhaupt nicht mehr passt.Ich darf mir kein neues Haar Shampoo kaufen, solange nicht der letzte Tropfen von all den Shampoos die ich noch zuhause habe alle ist. Dabei unterscheide ich jedoch in feste und flüssige Shampoos. Ich darf mir keine neue Creme kaufen, solange nicht der letzte Rest von all den Cremes die ich noch zuhause habe (auch Proben) alle ist. Dabei unterscheide ich jedoch in Nacht- und Tagescreme.

Gerade durch die Unterkategorisierung der o.g. Produktkategorien denke ich solide Regeln für mich persönlich aufgestellt zu haben, dies es möglich machen auch ein ganzes Jahr durch zu halten. Ich habe tatsächlich noch so viel dieser Dinge, dass ich mir schwer vorstellen kann, dass alles überhaupt in einem Jahr aufzubrauchen. Ich für mich habe schon angefangen eine Art Inventur zu machen, vielleicht teile ich euch ja mal hier meine Sammlung in der ein oder anderen Kategorie.

No-Buy Jahr Regeln – Es gibt kein zurück!

So ihr lieben und da ich euch jetzt hier schwarz auf weiß meine No-Buy Jahr Regeln niedergeschrieben habe, gibt es auch kein zurück mehr! Als erstes werde ich sie mir jetzt ausdrucken und über den Schreibtisch hängen. Was meint ihr, wäre solche Regeln etwas für euch. Findet ihr sie zu streng oder zu locker, um sie ein ganzes Jahr einzuhalten?

xoxo
mupshimallow

 

 

 

 

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