Küchenschrank umgestalten

Es gibt Vor und Nachteile einer Wohnung mit offener Küche. Sicherlich kennt jeder von euch den Moment einer Party, man richtet alles hübsch her, stellt Knabbereien und Getränke im Wohnzimmer auf, bastelt extra eine Playliste, die aus dem Rechner natürlich im Wohnzimmer dudelt und wenn die Party im Gang ist… befinden sich alle Gäste zusammengequetscht in der Küche, egal wie klein diese ist. Aus Party wird Küchenparty. Dies sollte mir in meiner zweiten Wohnung nie wieder passieren, denn diese hat ein großes Wohnzimmer mit offener Küche und sogar einem Esstresen. Großer Nachteil ist allerdings, dass man natürlich trotz Abzugshaube ständig Essensgeruch nach dem Kochen in der Luft hat und wenn man mal keine Lust hat sofort immer die Küche aufzuräumen, man eben nicht mal schnell die Tür zumachen kann. Aber nun gut da musste ich durch, hab es mir ja selber so ausgesucht.

Meine Küche hatte schon feste Einbauschränke mit allem Drum und Dran. Alle Türen sind in heller Holz-Optik, in der Mitte gibt es zwei Hängeschränke mit Glastüren, schwarze Fliesen und dunkelgraue Arbeitsplatten. Die Farben sind also recht passabel, im Gegensatz zu meinem Bad, aber dazu ein anderes Mal mehr.

Da ich nun mittlerweile 3 Jahre in meiner Wohnung wohne, gibt es einen Punkt der mich zunehmend stört. Dinge! Dinge die herumstehen. Ich meine nicht die Dinge die man temporär irgendwo hinstellt, wie seine Handtasche, einen Karton oder den Wäscheständer. Vielmehr sind es die Deko-Artikel oben auf meinen Schränken und am meisten stört sich mein Auge an den Glasschränken in der Küche. Jedes mal wenn ich mich im Wohnzimmer=Küche umschaue, hängen sich meine Augen an den Inhalten dieser Schränke fest. Darin: Teller, Schüsseln, Tassen und Gläser. Eigentlich normale Dinge in einem Küchenschrank, aber ich will dieses Zeug nicht mehr von meiner gemütlichen Couch aus sehen müssen. Was also tun?

Eine neue Einbauküche ist natürlich keine Option und die zwei Schränke in einer Mietwohnung auf eigene Kosten zu tauschen sehe ich auch nicht ein. Zum Glück bin ich ein Mädchen was Baumärkte liebt und sich auch recht gut mit dem Sortiment auskennt. Also kurz auf im Webshop des Baumarktes meines Vertrauens geschaut und nach der Arbeit eingekauft.

kueche_folie_vorher

 
Das Wunderding und Lösung meines Problems: Transparente Milchglasfolie, die statisch haftet und Rückstandsfrei entfernbar ist. Es gibt sie in verschiedenen Breiten und, wenn man will, auch mit Mustern. Ich habe mich für die ganz klassische „Frost“ entschieden mit der Breite 90 cm. In der Länge sind 150 cm auf der Rolle. Auf der Rückseite ist praktischer Weise in Gitter aufgedruckt, was das gerade Schneiden wesentlich einfacher macht. Die 90 cm waren perfekt, da die Glasscheiben meiner Schränke fast genau 45 cm breit sind. Ich rate jedem dringen, sich daran zu halten, die Folie in der Breite ein paar Millimeter kleiner zu halten, da dies bei der Anbringung sehr wichtig ist.

Zunächst schneidet ihr nun also die Folie auf die gewünschte Größe zurecht. Ich habe mich zuerst gewundert warum sie nicht an der Schreibe halten will, bis ich festgestellt habe, dass die Glasschreibe dafür feucht sein muss. Also kurz mit dem Zerstäuber Wasser drauf sprühen und schon kann man die Folie kinderleicht an der Scheibe anbringen. Legt euch vielleicht etwas Küchenrolle unter, da das Wasser die Scheiben herunterläuft.

kueche_folie_wasser

 
Beim nächsten Schritt wird es etwas komplizierter. Je nachdem wie exakt man gearbeitet hat, sind noch ziemlich viele Luftblasen unter der Folie, die man nun herausbekommen muss. Auf der Anleitung steht, mann soll diese zu den Seiten hin rausrakeln. Wer allerdings, so wie ich keinen Rakel zuhause hat, kann sich mit Dingen im Haushalt wie z.B. einem Lineal behelfen. Ich habe mich für meinen Ceranfeld-Schaber entschieden, da ich mir sicher war, dass dieser keine doofen Kratzer in die Folie macht.

kueche_folie_schaber

 
Mit festen Druck hab ich nun alle großen und kleinen Blasen zur Seite hin brav rausgeschoben. Zusätzlich schiebt man auch immer etwas von dem Wasser mit weg. Bis alle Blasen verschwunden waren, hat es eine ganze Weile gedauert, aber das Ergebnis ist sehr schön geworden.

kueche_folie_fertig

 
Die Folie ist natürlich nicht komplett Blickdicht, man kann schon noch erahnen, was dahinter ist. Trotzdem bin ich immer noch sehr zufrieden mit meinem kleinen „Umbau“ und muss nun nie wieder auf den blanken Inhalt meiner Küchenschränke starren.

xoxo
mupshimallow

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